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Ab in den hohen Norden: Suzi trifft Suzis

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Am Wochenende hatte ich endlich wieder Zeit, Suzi artgerecht auszuführen. Es ging zum Suzuki‑&-Friends-Treffen auf das Fahrgelände in Gammellund, nördlich von Schleswig.

Das Gelände des MSC Bennebek kannte ich bisher noch nicht. Auf der Webseite des Vereins sah ich, dass dort ein überwiegend mit Sand und Erde modelliertes Fahr- und Übungsgelände war. Also packte ich neben meinem Camping-Gerödel meine Bergekiste ein, mit Sandblechen, Softschekeln und Bergegurten. Ich war gespannt, was mich dort erwartete. In erster Linie freute ich mich auf zahlreiche andere Suzuki-Geländewagen und den Austausch mit ihnen.

Knapp 400 Kilometer Fahrstrecke warteten auf mich. Auf der Langstrecke lässt sich Suzi entspannt fahren. Zwischen 90 und 100 Stundenkilometer fahre ich meist. Das bedeutet ein geruhsames Cruisen auf der Autobahn. Freitag war die Strecke halbwegs frei. Es ging über die A36, A2 und A7 gen Norden. Nach knapp fünf Stunden war ich dort.

20260828 SuzukiFriends 0014Mit Marcus, dem Organisator des Treffens, hatte ich zuvor schon geschrieben. Es stellte sich heraus, dass wir tatsächlich gemeinsame Freunde haben. So klein ist manchmal die Welt. Uwe vom MSC Bennebek hatte in den Tagen zuvor auf dem Gelände einige neue Hügel aufgeschüttet (und Löcher gebuddelt). 15 Euro habe ich für den Fahrtag bezahlt. Ein absolut fairer Preis. Das hastig aufgebaute Dachzelt packte ich schnell wieder ein, als klar war, dass wir nicht nur Samstag fahren können, sondern locker auch schon am Anreisetag. Vorsichtshalber besuchte ich vor dem Fahren die Tankstelle. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Neun Liter Verbrauch hatte sich Suzi bei der Anreise auf 100 Kilometer gegönnt. Ein guter Schnitt.

20260829 SuzukiFriends 0066Vorsichtig fuhr ich eine erste Runde über den Platz und tastete mich an die ersten Hügel und Gruben heran. Es dauerte nicht lange und ich hatte mich auf einer Hügelkuppe festgefahren. Es sollte nicht bei diesem einen Mal bleiben. Am Wochenende habe ich mich einige Male mit dieser Kuppe gemessen. Zweimal blieb sie Sieger und hielt mich fest. Beim ersten Mal hatte ich deutlich zu wenig Schwung. Beim zweiten Mal war der Untergrund etwas seifig. Dadurch kam ich beim Anfahren etwas aus der gedachten Ideallinie und blieb mit dem letzten Drittel Suzis auf der Kuppe hängen. Softschekel und Bergeseil leisteten dabei gute Dienste. Die Länge ist gut und gibt Sicherheit. Ein kleiner Ruck und Suzi rutschte über die Kuppe. Noch ein paar Runden, um den Platz kennenzulernen, und der Anreisetag war fahrtechnisch vorbei. Den Abend ließen wir an einem Lagerfeuer ausklingen.

20260829 Suzuki Friends 0053Nach dem freitäglichen Aufwärmen füllte sich die Wiese am Fahrgelände am Samstag ordentlich. Um die 20 Suzukis, ein Großteil Vitaras und einige Samurai, kamen zum Treffen. Suzi war der einzige viertürige Oldie auf dem Platz. Einige Fahrzeuge wurden auf dem Anhänger angefahren. Sie sind für Trails und Hardcore-Offroad-Wettbewerbe gebaut und nicht für die Straße. Auf dem Platz entfaltete sich ordentlicher Fahrbetrieb. Während sich die einen mit ihren hochbeinigen Suzis mit Schmackes durch Dünen und Gruben wühlten, ließen es andere vorsichtiger angehen. Das war ein guter Mix auf dem Platz.

BlickausdemcockpitNach einiger Zeit wurde ich mutiger und hatte am Ende des Tages bis auf eine völlig zerwühlte tiefe Grube alle Hindernisse befahren. Im Februar hatte ich mich beim ADAC-Fahrtraining bereits über die Fähigkeiten meines Autos gefreut. Das Wochenende in Schleswig-Holstein bedeutete erst mein zweites Offroad-Fahren überhaupt. Es macht einen Riesenspaß, zu sehen, was das Auto kann. Es klettert unermüdlich, geht leichtfüßig in Schräglage durch Verschränkungsstrecken und wühlt sich fast mühelos durchs Gelände, vorausgesetzt, man fährt vorausschauend und wählt seine Route gut. Suzi hat mir das Gefühl vermittelt, dass ich ihr noch eine ganze Menge mehr zutrauen kann. Da geht noch was. Am Wochenende habe ich jedenfalls das Grinsen kaum aus dem Gesicht bekommen!

Zum Schluss noch ein paar Worte über das Begleitprogramm. Eine Fotografin und ihr Kollege haben den Samstag mit ihrer Kamera begleitet. Ihre Bilder sind bei Facebook zu sehen. Danke, Nancy, für die schönen Bilder! Es gab morgens ein Frühstück, abends Hotdogs und samstagnachmittags sorgten die Pfadfinder für Kaffee und Kuchen. Das alles zu überaus fairen Preisen. Hier stimmt das Gesamtpaket einfach. Auch die Kontakte und Gespräche mit den übrigen Suzuki-Fahrenden waren gut. Es gab neben privatem auch einen guten fachlichen Austausch zu den Fahrzeugen. Wenn es zeitlich passt, komme ich nächstes Jahr gerne wieder. Das Schlusswort gehört dem Spritverbrauch: Knapp 40 Kilometer bin ich auf dem Gelände gefahren. Mit dem Einsatz von Allrad und Untersetzung stieg der Verbrauch auf satte 20 Liter/100 Kilometer. Mit Mehrverbrauch hatte ich zwar gerechnet, aber mit so viel dann doch nicht.